Das Hauptziel unseres Protestmarsches ist das absolute Verbot von kommerziellen Windhundrennen. Darüber freue ich mich sehr, da wir sie niemals als 'Sport' bezeichnen würden. Denn mit Sport hat das jährliche Abschlachten tausender Greyhounds nichts zu tun, oder?
Wir müssen die Öffentlichkeit davon überzeugen, die Windhundrennen zu boykottieren, wie ich es schon in meiner Rede auf der Versammlung sagte. Man dürfte zum Beispiel nicht mehr an diesen Veranstaltungen teilnehmen. Das ist die beste Möglichkeit, die wir haben und nur so können wir dem Ganzen ein Ende setzen.
Die Leute müssen verstehen, dass kommerzielle Windhundrennen absolut inakzeptabel sind und abgeschafft werden müssen. Wenn wir die Unmöglichkeit einer Verbesserung oder Regulierung der Rennen nicht deutlich machen, werden die Menschen den Boykott nicht mit dem nötigen Elan unterstützen.
Obwohl eine Menge Geld in dieser Industrie steckt, wird sie nicht mehr lange existieren. Dutzende Bahnen wurden geschlossen, viele andere stehen kurz vor der Pleite und die Besucherzahlen sind gering. Die Zahlen des letzten Jahres zeigen den schlechten Zustand dieser Industrie eindeutig und es sieht sehr danach aus, dass es auch in diesem Jahr nicht besser werden wird.
Dieser Abwärtstrend wurde durch die beginnenden Boykott-Maßnahmen der Öffentlichkeit hervorgerufen. Wir sollten dafür sorgen, dass es so weitergeht.
Wahrscheinlich werden die kommerziellen Greyhoundrennen im Verborgenen weitergehen, aber es werden lange nicht so viele Rennen stattfinden wie in der Vergangenheit. Und die paar Kerle, die auf Feldern Wetten auf Windhundrennen setzen, werden auf keinen Fall für eine so hohe Nachfrage nach Windhunden sorgen wie die jetzigen Rennstadien, die die Hunde nur noch züchten, um sie abzuschlachten.
Veranstaltungen wie Hahnen- oder Hundekämpfe finden auch weiterhin im Verborgenen statt, doch war es deshalb falsch, sie zu verbieten?
Radikal zu sein heißt nicht, wirr im Kopf zu sein. Ein Radikaler ist jemand, der den Ursprung eines Problems erkennt und versucht, dort etwas zu ändern ('radikal' kommt von dem lateinischen Wort 'radix' und bedeutet 'Wurzel'). Der Ursprung der Massenabschlachtung und des Leidens der Greyhounds ist in unserem Fall die Rennhundeindustrie. Als Radikaler möchte ich dieses Problem lösen und nicht weiterhin halbe Sachen unterstützen.
Abschließend möchte ich noch den Organisatoren des Protestmarsches für ihre harte Arbeit und Sorgfalt danken, die eine so erfolgreiche Veranstaltung möglich gemacht haben. Ich hatte große Bedenken wegen des Marsches, aber sie lösten sich in Luft auf, sobald es losging.
Mehrere Märsche dieser Art in anderen Teilen des Landes könnten bestimmt weitere Aufmerksamkeit erregen. Sie sollten jedoch eher auf lokaler und regionaler Ebene stattfinden, als in London, wo es bekanntlich schwierig ist, eine gute Berichterstattung zu gewährleisten.
Tony Peters, Greyhound Action – 28. November 2006
www.greyhoundaction.org.uk