Raynham Park in Massachusetts ist von Unkraut überwuchert
Es geschieht nicht oft, dass ich mit einem der Pioniere der kommerziellen Greyhound- Rennindustrie übereinstimme. Dies ist heute nun allerdings der Fall. In der aktuellen Ausgabe des Greyhound Review Magazines, bestätigt Paul C. Hartwell, Mitglied in der Hall of Fame, in einer Kolumne mit dem Titel "Those old-time Crowds" den Zusammenbruch der Hunderennindustrie.
Hartwell, der seit den 1930er Jahren mit der Greyhound- Rennindustrie verbunden ist, beginnt seine Kolumne damit, dass die Massen wegbleiben und die Stammkunden auf den Rennbahnen verschwunden sind:
"Für die längste Zeit meines Rennlebens gab es einen harten Kern von Kunden, die genauso regelmäßig auf den Rennbahnen waren, wie die Angestellten oder die Hundeführer. Sie kamen jede Nacht, gerade so, als ob sie dafür bezahlt worden wären. Einige waren Schlepper, einige waren Spieler und für einige war es einfach nur ein schöner Ort. Aus welchem Grund auch immer waren sie da. Sie haben nie eine Nacht oder ein Rennen verpasst, und sie wussten genauso viel über den gesamten Rennbetrieb wie die Leute, die auf den Rennbahnen gearbeitet haben. Das siehst du heute nicht mehr."
Hartwell zitiert dann den Schatzmeister der National Greyhound Association, Gary Guccione, der sagt, dass die Stammgäste nun zu Hause wach bleiben und auf den Fernseher starren müssten, weil die Wähler Greyhound- Rennen in Massachusetts beendet hätten. (Anmerkung des Übersetzers: Die allerwenigsten Rennen werden direkt auf den Tribünen vom Publikum verfolgt. Wenn überhaupt Besucher auf der Rennbahn sind, verfolgen sie die Rennen auf den Monitoren in den Bars und an den Wettschaltern.) Dies ist sicherlich kein Vertrauensbeweis für die Zukunft der Hunderennen.
Hartwell beendet seine Abhandlung, indem er einerseits seinem Glauben Ausdruck verleiht, dass kommerzielle Greyhound- Rennen in irgendeiner Weise überleben werden, dass aber die goldenen Zeiten vorbei seien:
"Es sieht so aus, als ob Greyhound- Rennen kamen, als das Land sie brauchte, aber nun hat sich das Verhalten der Bevölkerung geändert und ihre Aufmerksamkeit richtet sich auf andere Dinge. Aus diesem Grund glaube ich nicht, dass eine noch so teure Werbekampagne die goldenen Jahre, die viele von uns erleben durften, zurückbringen wird, obwohl ich glaube, dass Greyhound-Rennen in der einen oder anderen Form noch weitere Jahre stattfinden werden.”
Ich stimme mit Hartwell überein, dass die Haltung der Öffentlichkeit sich geändert hat und die glorreichen Tage der Greyhound- Rennen ein für alle Mal vorbei sind. Ich möchte aber noch einen Schritt weiter gehen, und die Greyhound- Rennindustrie nicht nur als sterbende Industrie bezeichnen, sondern auch als kulturellen Dinosaurier.
Die Hunderennindustrie kann nicht länger mit anderen Formen der Unterhaltung konkurrieren, und deckt sich nicht mehr mit den Wertvorstellungen von einer humane Behandlung von Tieren. Sie ist ein antiquiertes Relikt einer vorangegangenen Generation und wird bald ein Ende finden.
Quelle: HTTP://BLOG.GREY2KUSA.ORG/2012/11/DOG-TRACK-PIONEER-GOLDEN-DAYS-OF.HTML
Übersetzung: Hey W.