16. März 2012
Auch die BBC nimmt sich nun des Themas an:
Tausende Greyhounds verschwinden jedes Jahr
Tierschützer sagen, dass tausende Hunde nach ihrer „Rennkarriere“ einfach verschwinden.
Eine Untersuchung der BBC hat große Lücken in der Regulierung von Windhundrennen in Nordirland aufgedeckt.
Dies hat zu Problemen mit Massenzüchtungen und dem Verschwinden von ausgemusterten Hunden geführt.
Greyhounds können 12 Jahre alt werden aber die meisten werden mit 5 Jahren ausgemustert was dazu führt, dass laut den Tierschützern jedes Jahr tausende Hunde einfach verschwinden.
Es gibt keine Behörde, die für die Windhund-Rennen verantwortlich ist, wohingegen die Wettindustrie durch die Abteilung für Soziale Entwicklung reguliert wird.
Renn-Greyhounds werden gut behandelt und wenn sie “in Rente gehen” werden die Glücklichen von ihren Besitzern behalten. Einige laufen dann noch in Veteranenrennen.
Für andere finden Tierschutzorganisationen ein neues Zuhause und einige werden von Tierärzten human getötet.
Es bleibt aber dennoch eine große Zahl von ausgemusterten Hunden jedes Jahr, die unberücksichtigt bleiben.
Wie auch immer, der Wettbewerb um erfolgreiche Hunde ist so heftig, dass Überzüchtung nach Aussage von Tierschützern ein großes Problem darstellt.
Der Tierschützer Richard Hambleton aus Carrickfergus sagte: "Jedes Jahr werden im Durchsschnitt 25.000 Hunde auf den Britischen Inseln ausgemustert.“
"Um diese zu ersetzen werden mehr Hunde gezüchtet, denn meist ist nur ein Hund aus einem Wurf für die Rennbahn geeignet.“
"Das bedeutet, dass der Rest des Wurfes getötet wird.”
Im Moment hat keine Abteilung in Stormont (Parlamentsgebäude in Nordirland) die Verantwortung für die Überwachung der Greyhound-Rennen, aber der umweltpolitische Sprecher der SDLP, John Dallat, wünscht eine nähere Betrachtung des Problems.
"Ehrlicherweise bin ich total erstaunt, dass wir keine Gesetze haben, um die Industrie vor Leuten zu schützen, die ganz klar nicht hineingehören”, teilte er Radio Ulster mit.
"Es mag gut sein, dass es da ein dunkles Geheimnis gibt, das wir untersuchen und wo wir Verantwortung übernehmen müssen.“
"Wenn wir das tun bin ich absolute sicher, dass wir der Industrie damit helfen und nicht schaden, weil keine Industrie diese Art von Leuten benötigt, die Hunde in einen Sack packen, diesen mit einem Stein beschweren und dann in den See schmeißen. Das ist einfach abscheulich.”
Aus der Industrie hört man allerdings Stimmen, die die Zahl der ausgemusterten Hunde pro Jahr bestreiten.
Barry Coleman, der für das Wohlergehen beim Irish Greyhound Board, dem Verband in der Republic Irland, Zuständige sagte: "Wir würden ja auch für Greyhounds aus Nordirland ein neues Zuhause suchen, weil ja auch Greyhounds in Dundalk und Lifford laufen, die nahe der Grenze liegen und wohin viele Menschen aus Nordirland kommen.
"Ich weiß nicht, woher diese Zahlen stammen. Es ist das erste Mal, dass ich diese Zahlen hören.“
"Ich glaube nicht, dass dermaßen viele Hunde nach dem Ende ihrer Rennkarriere ein neues Zuhause suchen.”
Julia Paul's Untersuchungen der Greyhound-Renn-Industrie wurde auf Radio Ulster am Sonntag, dem 18. März um 13:30 Uhr gesendet.
http://www.bbc.co.uk/iplayer/episode/b01dlmwv/Hounded/
Anmerkung ProGreyhound:
Solche Berichte bestärken uns Tierschützer darin, dass unsere Arbeit Erfolg hat! Wir kämpfen weiter für die Greyhounds die zu tausenden für die Profitgier der Menschen sterben müssen – viele, viele von ihnen auf unsagbar grausame Weise. Teilen Sie unsere Berichte mit Ihren Freunden und Bekannten um unser Arbeit für die Greyhounds weiter zu unterstützen.
Vielen Dank
Ihr ProGreyhound Team
Übersetzung: Hey W.