12.11.2013

GB: Ein Besuch bei den Hunden - Wimbledon Greyhound Stadion

Anmerkung des Übersetzers:
Der folgende Artikel wurde von Christine Dorchak auf ihrer FB Seite geteilt, wo sie die etwas zynische Art des Autors gegenüber dem Leiden der Greyhounds bedauert. Anderseits wird hier gezeigt, wie es auf einer Rennbahn zugeht und worum es eigentlich geht: Spaß haben, saufen und ein paar Münzen verspielen. Die Hunde spielen eine Nebenrolle und ihr Schicksal ist den Menschen vollkommen egal.

Ein Besuch bei den Hunden - Wimbledon Greyhound Stadion
Gepostet am 25.10.2013

Es ist keine Neuigkeit: Greyhound- Rennen sind auf dem absteigenden Ast. Der heilige Gral des Südens, das Walthamstow Stadion, wurde im Jahr 2008 geschlossen und nun gibt es nur noch eine Handvoll Bahnen im Land. Die einzig verbliebene Bastion in London ist Wimbledon, wo seit dem Jahr 1928 Hunderennen veranstaltet werden, und entgegen aller Erwartungen finden diese immer noch wöchentlich statt.

Ich bin weder ein Glücksspieler noch ein Liebhaber der Köter, aber es gibt etwas an der Tradition der Hunderennen, das ich mag. Letzten Freitag waren ein paar Kollegen und ich in Wimbledon, auf ein paar Bierchen auf der Rennbahn und ein bisschen Entspannung.
Selbst ein totaler Anfänger kann schnell das Wesentliche der Greyhound- Rennen erfassen. Bei dieser Veranstaltung gab es 13 Rennen im Abstand von je 15 Minuten, jedes kürzer als eine Minute. Der Greyhound wird aus einem jeweils nummerierten Tor gelassen und man kann auf 'Sieg', 'Platz' (Erster oder Zweiter), oder auf eine Kombination aus beidem setzen (Aber selbst nachdem ich die Erklärung in Wikipedia gelesen habe, ist mir immer noch nicht klar, worum es hier geht).

Den Greyhounds sind (wie man hofft) esoterischen Namen gegeben worden, deren Sinn sich wohl nur den Haltern erschließt: Riverside Bruce; Boogie on Duke; Lance Perceval. Die Idee ist, Gedanken an Streckenrekorde und Gewinnchancen zu verdrängen und auf den Hund mit dem verrücktesten Namen zu wetten (Wenn du aber dem Buchmacher den Namen nennst, macht der nur ein sonderbares Gesicht; du musst die Nummer des Tores nennen, aus dem der Hund startet).

Es wird schnell klar (was ich gänzlich ignoriert habe), dass es hilft mit dem Wetten zu warten, bis man die Hunde selbst bei der Vorstellung neben der Rennstrecke sehen konnte. Es ist nicht ungewöhnlich Rufe wie "he, der hinkt ja!" von denen zu hören, die bereits Geld eingesetzt haben, und die dann sehen müssen, dass ihr Hunde von einem tierischen Usain Bolt weit entfernt sind. Einen anderen Tipp gebe ich den Neulingen an der Rennbahn; stellen Sie sich nie mit einem Getränk in der Hand direkt neben die Rennbahn, weil sie sonst Sand in ihr Bier bekommen werden.

Das Wimbledon Stadion ist für die heutigen Greyhound- Rennen viel zu groß, aber auf der Seite, wo sich die Wetter aufhalten, ist eine herrliche Atmosphäre, und freitags finden sich hier Menschen aus allen Schichten und Generationen ein (Da gab es eine Gruppe schätzungsweise 8-jähriger, die auf der Gewinnerstraße zu sein schienen). Ich war glücklich, dass ich nicht meine Baskenmütze getragen habe, denn ich habe keine einzige andere gesehen.

Wie ich vorher schon erwähnte, Glücksspiel ist nicht meine Stärke. Wir haben daher nur kleine Beträge gesetzt und die Gewinne haben das auch widergespiegelt: der höchste Gewinn an diesem Abend waren mickrige 2.70 £ für einen zweiten Platz und einen weiteren Platz mit 80 Pence. Wie vorausgesagt, habe ich nichts gewonnen.
Obgleich sich 13 Rennen nach einer große Menge anhört, so sind sie alle quasi wie an dir vorbei geflogen, was besonders dann gilt, wenn du für ein Bier in der Schlange stehst und zwischendurch deine Wetten abgibst. Glücklicherweise gab es auf der anderen Straßenseite zum Parkplatz eine Kneipe, wo einige der Wetter (einige kamen direkt von den Greyhounds) nach bisher in der Musikwelt unbekannten Noten Karaoke gebrüllt haben. Es bildete den Abschluss eines wunderbaren Abends.

In Wimbledon werden jede Wochen Rennen veranstaltet. Manchmal finden hier auch Stockcar-Rennen statt. Der Eintritt auf die Hunderennbahn kostet spottbillige 6 £ (am Freitag) und 7 £ am Samstag (im Preis ist das gesamte Programm enthalten) und Essen und Getränke sind zu anständigen Preisen zu bekommen. Mehr ist hier zu finden.


Quelle: http://www.huffingtonpost.co.uk/will-noble/wimbledon-dogs_b_4154239.html



Anmerkung zur Übersetzung:
Wir bemühen uns, die Originaltexte nach bestem Wissen und Gewissen sinngemäß zu übersetzen und inhaltlich korrekt wieder zu geben. Wir sind uns bewusst, dass es hierbei durch Interpretationsspielräume zu Fehlern kommen kann und weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir für die übersetzten Texte keine Gewähr übernehmen können. Es gilt immer der als Übersetzungsgrundlage dienende Originaltext. Sollte uns ein Fehler unterlaufen sein, so bitte wir, dies zu entschuldigen und würden uns über einen konstruktiven Korrekturvorschlag an info@progreyhound.de sehr freuen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis,
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