18.01.2015

USA: Der Staat hinkt hinterher, wenn es um die Lösung von Missbrauchsfällen bei Greyhounds geht

Der Staat hinkt hinterher, wenn es um die Lösung von Missbrauchsfällen bei Greyhounds geht

Auf allen Rennbahnen, wie der des Palm Beach Kennel Club, laufen Hunde um Geld.
Aber der Anwalt Carey Theil befürchtet, dass der Staat selbst am meisten mit dem Leben und Wohlergehen der Greyhounds spielt.
"Der Staat hat die Verpflichtung sicherzustellen, dass Fälle wie dieser schnell und angemessen behandelt werden, aber das geschieht nicht", sagte er.
Theil verweist auf Fälle wie den von Robert Dawson. Dawson ist ein lizenzierter Greyhound- Trainer in Palm Beach County.  Er steht auch im Fokus einer staatlichen Ermittlung, nachdem ein Greyhound aus seiner Obhut  positive auf Kokain getestet worden war.
Dies geschah im Jahr 2012.

"Man darf Individuen, die in der Industrie offensichtlich mit Fällen von Vernachlässigung, Missbrauch oder Verabreichung von Kokain an Greyhounds in Verbindung stehen, nicht Monate oder Jahre weiterarbeiten lassen, bevor irgendetwas in diesen Fällen unternommen wird”, sagte Theil, der Grey2K USA, eine Greyhound- Schutzorganisation, leitet.

Contact 5 Investigators entdeckten im Juli 2014, dass die Regulierungsbehörde des Glücksspielgeschäftes in Florida, die ebenfalls für die Aufsicht der Hunde- und Pferderennen verantwortlich ist, im Moment noch ca. 400 Beschwerden gegen Menschen anhängig hat, die auf den Rennbahnen arbeiten,.
Eine genauere Analyse zeigt, dass fast 20%  der Beschwerdefälle seit über einem Jahr anhängig sind.
"Ich habe es in keinem anderen Staat erlebt, dass ein Fall mehr als ein Jahr gebraucht hat, um gelöst zu werden … niemals“, sagte Theil.
Es ist ein Problem, so Theil, welches deshalb so zerstörend ist, weil es die Vergangenheit einiger Arbeiter betrifft.
In seiner 30- jährigen Karriere als Greyhound- Trainer wurde Robert Dawson mehr als ein dutzend Mal vom Staat vorgeladen. Die meisten Vorladungen betrafen Vergehen wegen Medikamenten- und Drogenvergabe an Hunde.

Nach mehrfachen Versuchen mit Dawson zu sprechen erklärte dieser, dass er für ein solches Gespräch nicht zur Verfügung stünde.
Allerdings hat seine Anwältin, Jennifer Rosenblum, dem Sender die Kopie einer Email geschickt, die sie auch an andere Presseorgane verschickt hatte. In Teilen heißt es darin: "Als Trainer, ist Dawson die Person, die für die Sicherheit jedes einzelnen Greyhounds sorgt …. und als solche erhält er Infos über alle  aufkommenden Verfehlungen, ob das etwas mit dem zu tun hat, was er angeblich getan hat, oder nicht.” 
Wegen der Verzögerungen schreibt ein Sprecher der zuständigen Regulierungsbehörde von Florida:  "Obwohl die Fälle gleich aussehen, kann jeder einzelne für sich, aufgrund der Einflussfaktoren, drastisch anders gelagert sein."

Im letzten Januar wurde Robert Dawson wieder Gegenstand einer anderen staatlichen Ermittlung. Dieses Mal wurde einer seiner Hunde positiv auf Kokain getestet, in diesem Fall allerdings keine Leistung steigernde Droge. Während beide Fälle noch untersucht werden, darf Dawson weiterhin seine Arbeit mit den Hunden fortsetzen.
"Ich denke, der Staat versagt bei den Hunden, die Rennbahnen versagen bei den Hunden und auch die Rennställe versagen bei den Hunden”, sagte Theil.
Dawsons Angestellter war nicht an einem Gespräch mit Contact 5 Investigators interessiert, sagte der Sendung aber, dass er sich an die staatlichen Gesetze und Regeln  gehalten hätte.

Die Rennbahn stimmt zu.

In einer Stellungnahme gegenüber Contact 5 Investigators schrieb ein Sprecher des Palm Beach Kennel Club:
"Der Palm Beach Kennel Club wurde über den anhängigen Fall gegen Robert Dawson in Kenntnis gesetzt.  Der Fall ist im Moment noch ungelöst und der Palm Beach Kennel Club wird die weitere Entwicklung beobachten. Zurzeit hat Dawson eine gültige Lizenz und ist damit berechtigt, auf unserer Anlage zu arbeiten."
Eine staatliche  Anhörung ist nun für kommenden Januar angesetzt.  Die Anwältin von Robert Dawson fragt, wie der Staat, in jedem einzelnen Fall, an die Urinproben der Hunde gekommen ist. Sie sagt, dass ihr Klient im Sinne der erhobenen Anschuldigungen nicht schuldig sei.



Quelle: http://www.wptv.com/news/local-news/investigations/state-lags-when-it-comes-to-resolving-greyhound-abuse-cases
Übersetzung: Hey W.


Anmerkung zur Übersetzung:
Wir bemühen uns, die Originaltexte nach bestem Wissen und Gewissen sinngemäß zu übersetzen und inhaltlich korrekt wieder zu geben. Wir sind uns bewusst, dass es hierbei durch Interpretationsspielräume zu Fehlern kommen kann und weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir für die übersetzten Texte keine Gewähr übernehmen können. Es gilt immer der als Übersetzungsgrundlage dienende Originaltext. Sollte uns ein Fehler unterlaufen sein, so bitte wir, dies zu entschuldigen und würden uns über einen konstruktiven Korrekturvorschlag an info@progreyhound.de sehr freuen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis,
Ihr ProGreyhound-Team